Knusprige Dinkelbrötchen

Dinkelbrötchen: genial einfach & super lecker.

Super wattige, easy peasy Brötchen.

Das dunkle Dinkelbrote mit Kracher-Kruste und das helle, knusprige Dinkelkrustenbrot sind bei uns zurzeit sehr beliebt. Darum wollten wir nun auch mal frische Dinkelbrötchen zum Frühstück ausprobieren. Bei selbstgemachten Frühstücksbrötchen ist es mir wichtig, dass sie auch ohne großen zeitlichen Aufwand am Backtag zubereitet werden können. Diese Dinkelbrötchen sind ganz einfach, ohne Hilfsmittel – mit der no knead Methode – am  Vorabend vorzubereiten. Der Teig macht über Nacht ganz alleine die Arbeit. Am nächsten Morgen muss der Teig nur noch portioniert und gebacken werden. So schaffen es die Brötchen auch noch rechtzeitig auf den Frühstückstisch.

Zutaten
400 g lauwarmes Wasser

2 g frische Hefe (oder 1 g Trockenhefe)
600 g Dinkelmehl 630*
15 g  Salz

Arbeitsschitte
Den Teig für die Dinkelbrötchen stellst du ohne Kneten, nach der no knead-Methode her: Dazu vermischt du zuerst das lauwarme Wasser mit der Hefe, so dass diese sich auflöst. Dann gibst du das DinkelMehl* und anschließend das Salz hinzu. Nun vermengst du alles, bis ein homogener Teig entsteht.

Tipp: Teig, der an deinen Händen oder Arbeitsmaterial klebt, löst sich am besten unter KALTEM Wasser.

Ruhezeit 
Diesen Teig lässt du nun mit einer Folie / Deckel abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht für mindestens 8 Stunden ruhen. Diese Zeit benötigt der ungeknetete Teig, um eine Teigstruktur zu bilden. Mein Teig durfte 10 Stunden ruhen, er ist schön aufgegangen und hat viele Luftblasen entwickelt:

Formen und Portionieren
Wenn der Teig nach der ersten Reifezeit gut aufgegangen ist, bestreust du den Teig in der Schüssel mit etwas Mehl und löst ihn mit einem Teigspatel vorsichtig rundum vom Schüsselrand und gibst ihn dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche.

Es ist ein recht weicher Teig, der schnell an der Arbeitsfläche hängen bleibt. Daher bringe ich zuerst mit einem Metallspatel* etwas Mehl unter die Ränder des Teiglings und forme ihn dann vorsichtig (damit möglichst viele Luftblasen im Teig bleiben) zu einer länglichen, rechteckigen Form. Dieser „Fladen“ wird nun noch portioniert. Das geht auch am besten mit einem Spatel. Die Brötchenportionen setzt du dann auf ein Backpapier. Wenn du das Backpapier vorher leicht bemehlst, kannst du die Brötchenteiglinge später auch noch mal verrutschen. Auf dem unbemehlten Backpapier geht das nicht, da der Teig wirklich recht weich ist und ganz leicht kleben bleibt.

Je nach Brötchengröße kommen aus der Teigmenge 8 größere Dinkelbrötchen oder 10 bis 12 kleinere Brötchen raus. Die Teiglinge kannst du jetzt noch mal leicht mit etwas Mehl bestäuben, damit bekommen sie nach dem Backen einen rustikalen Touch. Die abgeteilten Brötchen dürfen nun noch so lange ruhen, bis der Ofen aufgeheizt ist  – das sind mindestens 30 Minuten, besser sind 45 Minuten. Du heizt den Ofen bei 250° (Ober- Unterhitze) mit einem Brotbackstein* für die Brötchen und einer feuerfeste Form / altem Blech für das Bedampfen mit auf. Wenn Du keinen Brotbackstein hast, verwendest du einfach ein Backblech.

Backen
Die Brötchen kommen direkt mit dem Backpapier, über eine große Backschaufel* oder flaches Backblech*, auf den heissen Backstein. Dann schüttest du sofort ein halbes Glas Wasser auf die mit aufgeheizte feuerfeste Form/alte Blech und schließt die Ofentür. Die Brötchen backen nun 5 Minuten bei 250°. Dann öffnest du die Ofentür und lässt den restlichen Dampf ab. Nun senke die Temperatur auf 230° und lass die Brötchen für weitere 10 – 12 Minuten backen – je nach Brötchengröße.

Tipp: Lass die Brötchen erst auf einem Gitter abkühlen, bevor du sie aufschneidet. Das Abkühlen gehört immer noch zum Backprozess dazu und gerade beim Brötchen ist die Krume innen sonst etwas „klebrig“, wenn du sie zu früh aufschneidest.

Brötchen für Langschläfer:

Die bereits fertig gebackenen Brötchen lassen sich natürlich wunderbar einfrieren und können dann am Abend vorher in der Plastiktüte rausgelegt werden. Am nächsten Morgen könnt ihr diese noch kurz auf dem Toaster kross aufbacken. Alternativ könnt ihr die tiefgefrorenen Brötchen für 5 Minuten in den auf 220 Grad aufgeheizten Ofen geben, dann schaltet ihr den Ofen aus und lasst die Brötchen im abgeschalteten Ofen noch weitere 5 Minuten auftauen. Anschließend holt ihr die Brötchen raus und lasst sie noch etwas auf einem Gitter abkühlen. Damit habt ihr blitzschnell frische Brötchen - für ein köstliches Sonntags-Frühstück!

Folgende Beiträge könnten dich auch interessieren:

Mit dem folgenden Bild kannst du dir den Beitrag direkt auf deiner Pinnwand merken:

Dinkelbrötchen
* Affiliate-Links (die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du über so einen Affiliate-Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision, ohne dass du Nachteile hast, oder mehr bezahlst.)
Print Friendly, PDF & Email

6 Comments

  • Anna

    Guten Morgen Maike
    wollte diese Brötchen ausprobieren und
    hab statt Dinkelmehl dafür Dinkel Vollkornmehl genommen. Der Teig nach acht Stunden war gleich ausgesehen wie am Anfang. Kann man noch den Teig retten oder verwenden? Hast du für mich ein Tipp?
    Liebe Grüße Anna

    • JustBread

      Guten Morgen Anna,
      das Vollkornmehl bräuchte an sich etwas mehr Wasser und Hefe und auch etwas mehr Gehzeit als das normale Dinkelmehl. Da der Teig aber schon fertig geknetet ist und auch schon geruht hat, kannst du jetzt kein Wasser bzw. noch etwas mehr Hefe hinzugeben. Ich würde dem Teig einfach nochmal etwas mehr Zeit geben, ihn gut mit einer Folie abdecken und warm stellen, vielleicht entwickelt er sich noch. Ein Vollkornteig geht übrigens nicht so stark auf wie ein Teig mit normalem Mehl. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Viele Grüße, Maike

    • JustBread

      Liebe Renate, auch wenn es ungewöhnlich klingt, es klappt wunderbar mit 1g Trockenhefe bzw. 2 g Frischhefe. Ich habe schon viele Teige auf diese Weise gebacken. Wichtig ist dabei, dass der Teig genug Zeit bekommt. Und nach mindestens 8 Stunden Gehzeit bei Raumtemperatur hat er sich auch mit dieser geringen Hefemenge gut entwickelt. Lutz Geissler vom Plötzblog backt in seinem Buch „Brotbacken in Perfektion mit Hefe“ sogar mit nur 0,4 g FrischHefe bei einer Teigruhe von 24 Stunden. Liebe Grüße, Maike

  • Nicole

    Hallo, da wir sonntags immer erst mittags frühstücken (16:8) wäre es auch ok, wenn der Teig 15 Std bei Raumtemperatur stehen bleibt oder ist das zu lange ?

    • JustBread

      Hallo Nicole, du kannst deinen Teig auch länger gehen lassen. Stelle ihn dann aber etwas kühler als normal, sonst wird er dir vor allem im Sommer sicher zu reif werden. Hier ein Hinweis: alle 5 Grad Unterschied verdoppelt oder halbiert sich die Gehzeit deines Teiges.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.